Mauerpark Berlin – Parkanlage auf dem ehemaligen Todesstreifen

Der Mauerpark Berlin ist in der dicht bebauten Umgebung ein beliebtes Stück Grünfläche und insbesondere im Sommer, ein „place to be“ Treffpunkt für jung, alt, Tourist und einheimischen.



Attraktionen im Mauerpark Berlin

Errichtet wurde der Mauerpark auf dem ehemaligen Todesstreifen der Berliner Mauer, die zu DDR Zeiten die Bezirke Wedding und Prenzlauer Berg trennte, woher auch der Name kommt. Ein Überbleibsel der Grenzanlage, die 300 Meter lange Hinterlandmauer, ist eine der Attraktionen im Park, denn sie dient heute als Sprühfläche für Graffitikünstlern, die ihr können legal und öffentlich zur Schau zu stellen.

Weitere Publikumsmagneten des Mauerpark Berlin sind der Flohmarkt am Mauerpark, auf dem die ein oder andere Skurrilität zu ergattern ist, das Amphitheater mit seiner bekannten Karaoke Show und natürlich die vielen Jongleure und Musiker. Natürlich gibt es auch ruhige und entspannte Plätze zum abhängen grillen und entspannen und im Kontrast dazu zahlreiche Plätze wo Sport betrieben werden kann.

Hinweise

Direkt auf dem Areal des Mauerpark Berlin befinden sich der Ludwig Jahn-Sportpark und die Max-Schmeling Halle, der Heimat des Berliner Basketballvereins Alba Berlin.

Geschichte

Von 1709 bis zur Veräußerung 1823 an den Privatinvestor Wilhelm Griebenow, war der östliche Teil des Mauerparks Ackerland des Königlichen Vorwerks. Griebenow verkaufte das Gelände 1825 an das Preussische Militär, dass das Gelände bis ins 20. Jahrhundert als Exerzierplatz nutzte. Aufgrund von Mangel von freien Flächen wurde der Platz immer häufiger für Schul- und Sportveranstaltungen genutzt. Dies führte dazu, dass der Platz von 1892 an, dem im selben Jahr gegründeten Berliner Traditionsvereins Hertha BSC, für die nächsten 4 Jahre als Sportstätte diente.

1912 wurde nach dem Verkauf des östlichen Teil des Platzes an den Berliner Magistrat ein Spiel und Sportpark angelegt. Dieser wurde für den ersten und zweiten Weltkrieg Militärisch zweckentfremdet. Die nach dem Ende des ersten Weltkriegs errichteten Baracken und Kleinkolonien prägten das Bild der Anlage bis zum Ende des zweiten Weltkriegs. Von 1961 an bildete die westliche Rückseite, des anlässlich der dritten Weltjugendfestspiele 1951 errichtete Stadion „Einsame Pappel“, die Staatsgrenze zwischen der sowjetischen und französischen Besatzungszone.

Nach dem Mauerfall entstand die Idee auf dem ehemaligen Mauerstreifen, der auch Todesstreifen genannt wurde, einen Park zu errichten, den Mauerpark Berlin. Nach zahlreichen Erweiterungen ist er heutzutage eine viel genutzte Freizeitanlage, die selbst Nachts, obwohl es keine Beleuchtung gibt, häufig besucht wird.

Öffnungszeiten

Der Mauerpark Berlin ist rund um die Uhr geöffnet.



Mauerpark Berlin
Gleimstraße 55
10437 Berlin
030 60980018

clock61


Anfahrt:
clock61clock61U Eberswalder Str.

Header: © Sagie / CC BY-SA 2.0

Author: Kallinski1

Share This Post On